Bistumsfahrt zum Patrozinium des heiligen Julian nach Le Mans (22. bis 26. Januar 2026)

Tag 1: Ankunft in Paris
Am 22. Januar 2026 führte der erste Weg nach Paris. Bei unserer Ankunft hatten wir die Möglichkeit, die beeindruckende Kathedrale Notre-Dame de Paris in der Abenddämmerung zu besuchen. Der Anblick der beleuchteten Fassade und die ruhige Atmosphäre der Kathedrale waren ein sehr schönes Erlebnis.
Tag 2: Sainte-Chapelle und Alençon
Am nächsten Tag besuchten wir die Sainte-Chapelle, die zwischen 1241 und 1248 im Auftrag von König Ludwig IX. erbaut wurde. Diese Kapelle gilt als ein Meisterwerk der gotischen Architektur, berühmt für ihre atemberaubenden Buntglasfenster, die biblische Szenen in leuchtenden Farben darstellen und ein wunderschönes Licht in den Innenraum werfen.
Auf dem Weg nach Le Mans machten wir einen Halt in Alençon, einer Stadt, die eng mit der hl. Thérèse von Lisieux verbunden ist. Thérèse war eine Karmeliterin, die für ihren einfachen, aber tiefen Glauben bekannt ist. Sie wurde 1923 von Papst Pius XI. seliggesprochen und 1925 heiliggesprochen. 1997 ehrte Papst Johannes Paul II. sie, indem er sie als dritte Frau nach Katharina von Siena und Teresa von Ávila zur Kirchenlehrerin erklärte.



Die Bistumsfahrt zum Patrozinium des heiligen Julian nach Le Mans war eine sehr schöne und gut organisierte Reise, die vom 22. bis 26. Januar 2026 stattfand. Ich erlebte eine abwechslungsreiche und spirituelle Zeit, die sowohl kulturelle Highlights als auch tiefgehende Glaubensmomente bereithielt.
Tag 3: Gemeinschaft und Fackelprozession
Nach dem Besuch in Alençon setzten wir unsere Reise nach Le Mans fort. Dort fand ein schönes Beisammensein mit der Gemeinde von Le Mans im Gemeindesaal statt. Die herzliche Gastfreundschaft und die Möglichkeit, mit den Gemeindemitgliedern ins Gespräch zu kommen, machten diesen Abend zu einem besonderen Erlebnis.
Am Abend nahmen wir an einer Fackelprozession zur Kathedrale Saint-Julien du Mans teil, die mit einem Gebet in der Kathedrale abgeschlossen wurde. Die Atmosphäre war ergreifend und hat Raum für persönliche Besinnung geboten.
Tag 5: Rückkehr
Auf dem Rückweg nach Paderborn besuchten wir Chartres. Dort feierten wir am Grab von Abbé Franz Stock in der Kirche Saint-Jean-Baptiste in Rechèvres-Chartres die heilige Messe. Ein kurzer Besuch der beeindruckenden Kathedrale Notre-Dame de Chartres rundete unseren Aufenthalt ab.
Tag 4: Pontifikalamt und persönliches Highlight
Der Höhepunkt der Reise war das Pontifikalamt zum Fest in der Kathedrale, das von Bischof Dr. Jean-Pierre Vuillemin von Le Mans und Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz von Paderborn geleitet wurde. Es war für mich eine große Freude, als Diakon in dieser heiligen Messe zu assistieren. Besonders bewegend war es, das wunderschöne, aber auch schwere Evangeliar zu tragen.
Am Abend folgten wir der Einladung einer sehr gastfreundlichen Familie zu einem Abendessen. Ich war mit sechs Personen zu Gast und wir durften ein hervorragendes Essen, das von einer Vielzahl köstlicher Käsesorten begleitet wurde, genießen. Die Gespräche waren bereichernd und die Zeit verging viel zu schnell; ich hätte mir gewünscht, noch länger bleiben zu können.
Diese Bistumsfahrt war nicht nur eine Reise zu historischen Stätten, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, meinen Glauben zu vertiefen und Gemeinschaft zu erleben. Die Erinnerungen und Erfahrungen werden mich noch lange begleiten.

